Liebe Leute,
noch ein Beitrag war heute eigentlich nicht geplant. So ein zweiter Post überfordert euch hoffentlich nicht, denn ich muss einfach ein paar Sachen loswerden. Klar, hier geht es um eine große, wichtige Reise, ganz so nüchtern sollte die Berichterstattung also nicht sein. Nachdem es ja in den letzten Posts mehr um Organisation und Abläufe ging, möchte ich euch jetzt erzählen, wie ich mich fühle, wie ich die Dinge sehe, nach drei Jahren Pause und Reflektionszeit. Da ich heute noch nicht wieder ganz so tief eingetaucht bin, erstmal eine einfache erste Zusammenfassung der Ereignisse.
Nachdem am Flughafen durch meinen kleinen Hilferuf mein Selbstbewusstsein ziemlich groß war und ich wirklich Vertrauen in meine Sprachkenntnisse gewonnen habe, habe ich zum jetzigen Zeitpunkt das Gefühl, fast wieder bei Null anzufangen.
Ich fühle mich wie ein Kind, dass das Sprechen verlernt hat. Wieso ein Kind? Weil ich wieder alles neu erlernen muss, mein komplettes Verhalten. Ich dachte, nach ein paar Stunden, ein paar Begegnungen würde sich das geben, aber nein. Ich habe keine Ahnung, wie ich Leute ansprechen soll, wie ich mich verhalten soll. Ich fühle mich die meiste Zeit wie ein Möbelstück, das nur im Weg steht und das alle irgendwie interessant, aber unpassend finden. Ich meine, natürlich habe ich hier keine Routine, in die ich nach 3 Jahren zurückkehren kann, aber die normalen Verhaltensregeln sind mir irgendwie entfallen. Mich überraschen Dinge, die doch ganz normal sind für Brasilien und dessen Leute.
Das mit der Sprache gibt sich hoffentlich bald. Ich verstehe ziemlich alles, außer, wenns drauf ankommt, z.B. wenn man sich plötzlich an mich wendet und was fragt. Dann wird meine Zunge ganz schwer und mein Kopf sagt: Nö!
Manchmal höre ich einer Unterhaltung zu und möchte was einwerfen oder kann eine gewisse Frage schon voraussehen. Dann bereite ich meine Sätze im Kopf schon vor, lege sie mir zurecht und überlege, wie ich richtig nett und locker, spontan rüber kommen könnte. Sobald ich dann den Mund aufmache klingt alles, was ich sage nach: "Mpowenms sdbnwr waoikfn jinsdjq apoqwe jkndfn." Ich nuschel mir einen ab, erinnere mich nicht an die einfachsten Wörter, bekomme kaum eine Antwort auf eine einfache Frage hin.
Mit Lets rede ich deutsch, das ist so angenehm für mich, denn mein Schädel hämmert schon, weil er sich den ganzen Tag so anstrengen musste.
Ich hoffe, dass sich dieses Problem bald wieder auflöst und mein schönes, fast akzentfreies Portugiesisch zurück kommt.
Leti gibt mir, wie immer, auf jeden Fall viel Kraft, viel Mut, viel Ruhe und auch sehr gute Tipps, die ich immer noch bzw. wieder brauche. Sie ist einfach eine großartige Schwester und eine tolle Freundin. Sie wird natürlich nicht immer mit mir unterwegs sein, aber wenn, dann bin ich sicher, dass es total stress- und problemfrei sein wird. Also auf jedes unangenehme Gefühl kommen bei mir mindestens 2 richtig gute Gefühle (Leti, meine Familie, die Luft, die Wärme, die Wochen die noch vor mir liegen, die reibungslose Reise, die hinter mir liegt, ...).
Nun gut, das soll es dann gewesen sein für heute, endgültig.
Ich bin gespannt, wie mein Geburtstag wird, wie es sein wird, meine Familie wiederzusehen, obwohl es heute war,als wäre keine Minute vergangen. Es ist einfach nur unglaublich hier und an den kleinen Problemchen wachse ich auch noch ;)
Es ist jetzt 21.44, bei euch 3 Stunden später. Gute Nacht, ihr Lieben!
Eure Nicole
Vom 1. August 2008 bis zum 2. Juli 2009 habe ich in der brasilianischen Stadt São Carlos, im Bundesstaat São Paulo, gelebt. Die Organisation AFS (American Field Service) hat mir dort einen interkulturellen Austausch ermöglicht. Hier möchte ich euch davon erzählen und euch an meinen Erlebnissen und Erfahrungen Teil haben lassen. Ihr könnt gerne einen Kommentar dalassen, damit ich weiß, wer so liest und was ihr so davon haltet. Viel Vergnügen!
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Freitag, 8. Februar 2013
24 Stunden, 3 Flughäfen, 2 Flüge, 1 Traum
BOM DIA, meine Hübschen!
Endlich grüße ich euch aus dem Land meines Herzens.
Zuerst muss ich anmerken, dass es ein paar Dinge gibt, an die ich mich erst wieder gewöhnen muss. Zu meinem größten Leiden zählt im Moment die Computertastatur, die mich dazu bringt, immer wieder alles neu zu tippen, weil ich mich so oft VERtippe. Buchstaben und Zeichen sind total umgestellt und so macht das bloggen fast keinen Spaß. FAST!
Denn, obwohl die Reise wie geschmiert lief, gibts ein paar Dinge zu erzählen. Der Abschied von Deutschland, auch wenn es nur 4 Wochen sind, wurde Mittwochabend schön ruhig gefeiert und hat mich zufrieden die Reise antreten lassen. Donnerstag, den 7.2.2013 ging's los. Früh aufstehen, Proviant besorgen, Bus nach Berlin nehmen und dort 16.30 den Flieger nach London erwischen. Alles easy peasy, gab zu keinem Zeitpunkt Probleme. In London hatte ich von 18.15 bis 20.10 genug Zeit, meinen Handyakku aufzuladen und bis zur Hälfter meines Buches vorzudringen.
Mein Anschlussflug nach São Paulo ging planmäßig halb zehn. Und zwischen viertel neun und um neun passierte es, kurz vorm Einstieg: Ich hatte eine Panikattacke. Nur der Gedanke an Brasilien, an meine Familie und Freunde, an die Sprache und die Stadt drückte mir die Luft ab. Ich spürte das Bedürfnis heulend wegzulaufen, alles in meinem Körper war erstarrt und ich völlig durcheinander. Meine Knie zitterten, mein Hals war total trocken und ich musste meine Tränen unterdrücken. Der Flug dauerte ca. 11 entspannte Stunden. Es gab zwischendurch einige Turbolenzen, aber nur für kurze Zeit. Ich saß am Gang, hatte angenehme Sitzpartner, einen eigenen Monitor, musste zu keinem Zeitpunkt verhungern oder verdursten und auch alles andere war angenehm. Doch sobald der Captain erwähnte, dass wir in 20 Minuten landen würden, brachte mich das wieder völlig aus der Fassung. Ich rang nach Luft und kämpfte erneut mit den Tränen. Ich freute mich und hatte auch Angst. Irgendwie. Ich komme mit diesem Mist echt nicht klar. Natürlich freute ich mich riesig auf die Reise, wo kam das also her? So was ist mir bisher noch nie wirklich passiert. Ich vermute, dass ich einfach sehr sehr aufgeregt war und es mir teilweise immer noch schwer fällt, zu realisieren, dass es wahr ist. Ich bin so glücklich, dass es fast zu surreal erscheint. Obwohl ich so lang darauf hingearbeitet und gewartet habe, war der Tag so plötzlich da.
Die letzten zwei Stunden waren jedenfalls die anstrengendsten - erstmal 90 Minuten in der Schlange zum Schalter stehen und dann gabs natürlich noch das Problem, dass Leti und ich überhaupt nicht am selben Ort waren. Da kamen das erste Mal meine Portugiesischkenntnisse zum Einsatz - ich hab sie am Infoschalteer ausrufen lassen, ich Genie - und alles wurde gut.
Nach einer längeren Bus- und einer kurzen Taxifahrt waren wir ENDLICH in der Wohnung. Es gab eine kurze Führung und jetzt ist Leti schon wieder weg, arbeiten.
Ihr möchtet sicher was zum Wetter erfahren!? Das ist nämlich interessant. Im Moment herrscht ja hier Hochsommer - eigentlich. Für den ist es nämlich viel zu kalt, sagt Leti. Ich fühle mich dennoch wohl bei frühlingshaften knapp 20°C und habe sogar kalt geduscht, um mich abzukühlen :D Außerdem trage ich ein kurzes Top und einen luftigen Rock (woah!). Es ist nicht sehr sonnig, eher ziemlich bewölkt und es weht eine milde Brise (das Aroma würde ich als eine Mischung aus strahlender Frühlingssonne, frisch geschnittenem Obst, saftig-grünen Wiesen und staubigen Abgasen beschreiben). Und wer denkt, in Dresden ist es laut, wird hier auch nicht froh. Der Ausblick aus Letis Wohnung ist übrigens ganz nett, falls man Baustellen und Hinterhöfe mag ;D Es ist ziemlich weit oben und man kann weit gucken.
Nachher kommen meine Tante Nadia und Gabi, meine Cousine, vorbei. Gabi wohnt auch grad bei Leti. Abend gehts evtl. auf die Straße, ein bisschen Carnaval genießen. Mal sehen, was mich da erwartet, habe kaum Vorstellungen.
Ich zwicke mich immer noch ab und zu, gehe die Reise in meinem Kopf durch und prüfe jedes Detail. Passiert das hier wirklich? Träume ich diesmal wirklich NICHT? Es ist einfach zu schön, um wahr zu sein. Ich bin super glücklich, super gespannt und super aufgeregt.
Ich versuche euch ein bisschen Wärme und Zufriedenheit mitzugeben und hoffe, dass das Schneechaos in Deutschland bald vorüber ist. In den nächsten Tagen werde ich keine Zeit haben, zu posten, aber ab Montag wird das nachgeholt. Denke ich.
Also dann, wars für heute ;) Machts gut, bleibt stark, werdet gesund und haltet euch schön warm!
Eure Nici
PS: Für mehr Details und höhere Auflösung klickt einfach auf die Fotos!
| Call me now Ms. Worldtraveler! |
| Fensterplatz beim Londonflug plus traumhafter Sonnenuntergang - Jackpot! |
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| Mein Gepäck: Koffer, Backpack (Danke an Jakob) und Rucksack |
Zuerst muss ich anmerken, dass es ein paar Dinge gibt, an die ich mich erst wieder gewöhnen muss. Zu meinem größten Leiden zählt im Moment die Computertastatur, die mich dazu bringt, immer wieder alles neu zu tippen, weil ich mich so oft VERtippe. Buchstaben und Zeichen sind total umgestellt und so macht das bloggen fast keinen Spaß. FAST!
Denn, obwohl die Reise wie geschmiert lief, gibts ein paar Dinge zu erzählen. Der Abschied von Deutschland, auch wenn es nur 4 Wochen sind, wurde Mittwochabend schön ruhig gefeiert und hat mich zufrieden die Reise antreten lassen. Donnerstag, den 7.2.2013 ging's los. Früh aufstehen, Proviant besorgen, Bus nach Berlin nehmen und dort 16.30 den Flieger nach London erwischen. Alles easy peasy, gab zu keinem Zeitpunkt Probleme. In London hatte ich von 18.15 bis 20.10 genug Zeit, meinen Handyakku aufzuladen und bis zur Hälfter meines Buches vorzudringen.
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| Reisemaskottchen Rosa und ich auf dem Weg nach Berlin. Schönes Wetter draußen! |
Mein Anschlussflug nach São Paulo ging planmäßig halb zehn. Und zwischen viertel neun und um neun passierte es, kurz vorm Einstieg: Ich hatte eine Panikattacke. Nur der Gedanke an Brasilien, an meine Familie und Freunde, an die Sprache und die Stadt drückte mir die Luft ab. Ich spürte das Bedürfnis heulend wegzulaufen, alles in meinem Körper war erstarrt und ich völlig durcheinander. Meine Knie zitterten, mein Hals war total trocken und ich musste meine Tränen unterdrücken. Der Flug dauerte ca. 11 entspannte Stunden. Es gab zwischendurch einige Turbolenzen, aber nur für kurze Zeit. Ich saß am Gang, hatte angenehme Sitzpartner, einen eigenen Monitor, musste zu keinem Zeitpunkt verhungern oder verdursten und auch alles andere war angenehm. Doch sobald der Captain erwähnte, dass wir in 20 Minuten landen würden, brachte mich das wieder völlig aus der Fassung. Ich rang nach Luft und kämpfte erneut mit den Tränen. Ich freute mich und hatte auch Angst. Irgendwie. Ich komme mit diesem Mist echt nicht klar. Natürlich freute ich mich riesig auf die Reise, wo kam das also her? So was ist mir bisher noch nie wirklich passiert. Ich vermute, dass ich einfach sehr sehr aufgeregt war und es mir teilweise immer noch schwer fällt, zu realisieren, dass es wahr ist. Ich bin so glücklich, dass es fast zu surreal erscheint. Obwohl ich so lang darauf hingearbeitet und gewartet habe, war der Tag so plötzlich da.
Die letzten zwei Stunden waren jedenfalls die anstrengendsten - erstmal 90 Minuten in der Schlange zum Schalter stehen und dann gabs natürlich noch das Problem, dass Leti und ich überhaupt nicht am selben Ort waren. Da kamen das erste Mal meine Portugiesischkenntnisse zum Einsatz - ich hab sie am Infoschalteer ausrufen lassen, ich Genie - und alles wurde gut.
Nach einer längeren Bus- und einer kurzen Taxifahrt waren wir ENDLICH in der Wohnung. Es gab eine kurze Führung und jetzt ist Leti schon wieder weg, arbeiten.
Ihr möchtet sicher was zum Wetter erfahren!? Das ist nämlich interessant. Im Moment herrscht ja hier Hochsommer - eigentlich. Für den ist es nämlich viel zu kalt, sagt Leti. Ich fühle mich dennoch wohl bei frühlingshaften knapp 20°C und habe sogar kalt geduscht, um mich abzukühlen :D Außerdem trage ich ein kurzes Top und einen luftigen Rock (woah!). Es ist nicht sehr sonnig, eher ziemlich bewölkt und es weht eine milde Brise (das Aroma würde ich als eine Mischung aus strahlender Frühlingssonne, frisch geschnittenem Obst, saftig-grünen Wiesen und staubigen Abgasen beschreiben). Und wer denkt, in Dresden ist es laut, wird hier auch nicht froh. Der Ausblick aus Letis Wohnung ist übrigens ganz nett, falls man Baustellen und Hinterhöfe mag ;D Es ist ziemlich weit oben und man kann weit gucken.
| Der Blick aufs wunderschöne São Paulo |
Nachher kommen meine Tante Nadia und Gabi, meine Cousine, vorbei. Gabi wohnt auch grad bei Leti. Abend gehts evtl. auf die Straße, ein bisschen Carnaval genießen. Mal sehen, was mich da erwartet, habe kaum Vorstellungen.
Ich zwicke mich immer noch ab und zu, gehe die Reise in meinem Kopf durch und prüfe jedes Detail. Passiert das hier wirklich? Träume ich diesmal wirklich NICHT? Es ist einfach zu schön, um wahr zu sein. Ich bin super glücklich, super gespannt und super aufgeregt.
Ich versuche euch ein bisschen Wärme und Zufriedenheit mitzugeben und hoffe, dass das Schneechaos in Deutschland bald vorüber ist. In den nächsten Tagen werde ich keine Zeit haben, zu posten, aber ab Montag wird das nachgeholt. Denke ich.
Also dann, wars für heute ;) Machts gut, bleibt stark, werdet gesund und haltet euch schön warm!
Eure Nici
PS: Für mehr Details und höhere Auflösung klickt einfach auf die Fotos!
Montag, 28. Januar 2013
It's the final countdown!
Hallöchen ihr Lieben,
Woop woop, noch 10 Tage!
Heute früh hat es mich so richtig gepackt, das Reisefieber. Ich glaube jetzt erst habe ich verstanden, was überhaupt abgeht. Und ich bin jetzt fast ein bisschen nervös.
Nachdem meine Orga wie geschmiert lief, die nötigen Dinge besorgt wurden und ich schon über 20 Postkartenreservierungen angenommen habe, müssen jetzt die letzten (wichtigsten!) Tage richtig gut geplant werden. Ich habe alle Punkte des letzten Posts abgearbeitet oder zumindest gründlich vorbereitet und nun geht es ans Packen. Was muss mit, was lass ich lieber in Deutschland, was darf Brasilien wiedersehen und welche Kleidungsstücke sind absolut untragbar, dank Fashion- und Körpermaßveränderung? Meine Packliste zum Thema Kleinkram (Kosmetik und Reisezubehör) wurde schon begonnen, Klamotten aussortiert, weggeworfen und wiederentdeckt. Beim Aussortieren habe ich festgestellt, dass ich verdammt viele Kleider in meinem Schrank hängen habe. Gezählt habe ich nicht, aber es sind so um die 10, schätze ich. Wie viele Kleider habe ich eigentlich vor Brasilien besessen? Ach ja - keine! :) Und jetzt nehme ich die Schönsten meiner Sammlung mit und kann die 25-30° C ohne Probleme genießen, yes!
Die Gastgeschenkplanung ist ebenfalls super verlaufen, es wird das übliche sein: Schokolade, allgemein Süßigkeiten und Alkohol. Wenn man nun soweit schon weiß, was man mitnehmen möchte, scheint das Packen einfacher zu sein, aber nein, der Schweinehund ist größer als gedacht.
Außerdem werde ich noch im Laufe der Woche mein Zimmer untermieterbereit machen. Das bedeutet, persönliche und wichtige Sachen in Umzugskartons zu packen und in den Keller / bei meinen Eltern zu verfrachten. Dazu habe ich natürlich ebenfalls eine Liste erstellt, auf der z.B. folgende Dinge stehen: meine Bilderrahmen, alle meine Medikamente, meine Winterklamotten, mein Kosmetikzeugs, meine Tagebücher und andere wichtige/ private Dokumente und mein teurer, fast unberührter Crystal Head Vodka aus den USA.
Zuletzt ist zu erwähnen, dass ich Donnerstag meine letzte Prüfung schreiben werde und gestern erstmal meinen letzten Arbeitstag hatte. Also sind auch Uni und Arbeit bald nicht mehr im Weg.
Freitag reise ich dann mit Sack und Pack in die Heimat, wo ich noch ein paar schöne Tage mit meiner lieben Familie verbringe, mich noch mal hübsch machen lasse (Friseur) und mir Lektüre für den Flug und zwischendurch besorge (Bibo). Mittwoch fahre ich dann schließlich nochmal nach Dresden um mit meinen besten Freunden zu feiern, dass sie mich erstmal los sind. Donnerstag steig ich dann um 10 Uhr in den Bus nach Berlin und ab geht die Luzie. Ungefähr 24 Stunden später lande ich dann auch schon in Sao Paulo, wo ich von meiner lieben Gastschwester Leti empfangen werde.
Es gibt eigentlich nichts mehr, was noch erledigt, gekauft oder besorgt werden muss. Jetzt kann ich nur noch beten, dass alles in den Koffer passt, auf der Hinreise alles schief geht (Verkehrsprobleme auf dem Weg nach Berlin, verpasste Flüge und verlorene Koffer oder bei 4 Stunden Wartezeit in London nicht verhungern) und auch sonst alles passt. Aber ich bin da guter Dinge.
Gut, das war es erstmal von mir. Ich bin sehr sehr aufgeregt und freue mich riesig auf die Reise, auch wenn ich ungern fliege, das erste Mal so eine Strecke alleine zurücklegen muss und es verdammt anstrengend sein wird. Aber wer würde das nicht auf sich nehmen, wenn er danach 4 Wochen im Paradies verbringen kann? ;D Ich hoffe, dass die 10 Tage lang genug sind, um noch alles zu schaffen, aber trotzdem schnell genug vorbei gehen, damit ich bald wieder in meinem Lieblingsland sein, mein Lieblingsessen genießen und die Sonne auf mir brutzeln spüren kann.
Habt noch einen schönen Abend,
Eure Nici
Woop woop, noch 10 Tage!
Heute früh hat es mich so richtig gepackt, das Reisefieber. Ich glaube jetzt erst habe ich verstanden, was überhaupt abgeht. Und ich bin jetzt fast ein bisschen nervös.
Nachdem meine Orga wie geschmiert lief, die nötigen Dinge besorgt wurden und ich schon über 20 Postkartenreservierungen angenommen habe, müssen jetzt die letzten (wichtigsten!) Tage richtig gut geplant werden. Ich habe alle Punkte des letzten Posts abgearbeitet oder zumindest gründlich vorbereitet und nun geht es ans Packen. Was muss mit, was lass ich lieber in Deutschland, was darf Brasilien wiedersehen und welche Kleidungsstücke sind absolut untragbar, dank Fashion- und Körpermaßveränderung? Meine Packliste zum Thema Kleinkram (Kosmetik und Reisezubehör) wurde schon begonnen, Klamotten aussortiert, weggeworfen und wiederentdeckt. Beim Aussortieren habe ich festgestellt, dass ich verdammt viele Kleider in meinem Schrank hängen habe. Gezählt habe ich nicht, aber es sind so um die 10, schätze ich. Wie viele Kleider habe ich eigentlich vor Brasilien besessen? Ach ja - keine! :) Und jetzt nehme ich die Schönsten meiner Sammlung mit und kann die 25-30° C ohne Probleme genießen, yes!
Die Gastgeschenkplanung ist ebenfalls super verlaufen, es wird das übliche sein: Schokolade, allgemein Süßigkeiten und Alkohol. Wenn man nun soweit schon weiß, was man mitnehmen möchte, scheint das Packen einfacher zu sein, aber nein, der Schweinehund ist größer als gedacht.
Außerdem werde ich noch im Laufe der Woche mein Zimmer untermieterbereit machen. Das bedeutet, persönliche und wichtige Sachen in Umzugskartons zu packen und in den Keller / bei meinen Eltern zu verfrachten. Dazu habe ich natürlich ebenfalls eine Liste erstellt, auf der z.B. folgende Dinge stehen: meine Bilderrahmen, alle meine Medikamente, meine Winterklamotten, mein Kosmetikzeugs, meine Tagebücher und andere wichtige/ private Dokumente und mein teurer, fast unberührter Crystal Head Vodka aus den USA.
Zuletzt ist zu erwähnen, dass ich Donnerstag meine letzte Prüfung schreiben werde und gestern erstmal meinen letzten Arbeitstag hatte. Also sind auch Uni und Arbeit bald nicht mehr im Weg.
Freitag reise ich dann mit Sack und Pack in die Heimat, wo ich noch ein paar schöne Tage mit meiner lieben Familie verbringe, mich noch mal hübsch machen lasse (Friseur) und mir Lektüre für den Flug und zwischendurch besorge (Bibo). Mittwoch fahre ich dann schließlich nochmal nach Dresden um mit meinen besten Freunden zu feiern, dass sie mich erstmal los sind. Donnerstag steig ich dann um 10 Uhr in den Bus nach Berlin und ab geht die Luzie. Ungefähr 24 Stunden später lande ich dann auch schon in Sao Paulo, wo ich von meiner lieben Gastschwester Leti empfangen werde.
Es gibt eigentlich nichts mehr, was noch erledigt, gekauft oder besorgt werden muss. Jetzt kann ich nur noch beten, dass alles in den Koffer passt, auf der Hinreise alles schief geht (Verkehrsprobleme auf dem Weg nach Berlin, verpasste Flüge und verlorene Koffer oder bei 4 Stunden Wartezeit in London nicht verhungern) und auch sonst alles passt. Aber ich bin da guter Dinge.
Gut, das war es erstmal von mir. Ich bin sehr sehr aufgeregt und freue mich riesig auf die Reise, auch wenn ich ungern fliege, das erste Mal so eine Strecke alleine zurücklegen muss und es verdammt anstrengend sein wird. Aber wer würde das nicht auf sich nehmen, wenn er danach 4 Wochen im Paradies verbringen kann? ;D Ich hoffe, dass die 10 Tage lang genug sind, um noch alles zu schaffen, aber trotzdem schnell genug vorbei gehen, damit ich bald wieder in meinem Lieblingsland sein, mein Lieblingsessen genießen und die Sonne auf mir brutzeln spüren kann.
Habt noch einen schönen Abend,
Eure Nici
Freitag, 4. Januar 2013
Es wird ernst - noch 33 Tage!
Erstmal ein gesundes neues Jahr, meine Lieben!
Puh, noch knapp 30 Tage, dann hebe ich ab. Und obwohl es nur noch 5 Wochen sind, habe ich immer noch Schwierigkeiten, zu realisieren, was passiert.
Ich erläutere euch kurz, wie ich mich fühle.
Ich habe so UNHEIMLICH oft von Brasilien geträumt, also dass ich wieder dort bin, dass ich irgendwie Angst habe, plötzlich aufzuwachen. Es ist einfach zu schön gerade. Das Jahr hat großartig geendet, allgemein war 2012 wirklich gut. 2013 hat wunderbar angefangen und die Aussichten auf dieses Jahr sind überragend. Und dann gleich so'n Knaller zum Beginn des Jahres!? Womit habe ich das denn verdient? :D Ach ja: harte Arbeit und ganz viel Sehnsucht!
So, jetzt zu den ernsten Themen! Je näher das Abreisedatum rückt, umso mehr gibt es zu tun. Vor allem wird es jetzt immer dringender.
Auf der To-Do-Liste stehen zur Zeit folgende Dinge:
Der Januar wird die Hölle! Ich habe neben der Arbeit und ein paar Terminen noch Prüfungen zu schreiben und muss eine Menge Zeug einkaufen, eventuell noch ein paar Sommerklamotten.
Ende Januar kann ich dann auch erst ein Resümee ziehen, wie viel Geld mir nun tatsächlich zur Verfügung steht. Ich gehe den Januar nochmal ordentlich schuften, damit es nicht zu knapp ausfällt. Auch wenn Brasilien mit 1 : 2,7 einen günstigen Kurs hat (der steigt und fällt aber auch täglich!), sind 4 Wochen schon kostenaufwändig. Deshalb vermiete ich auch mein Zimmer und muss die erste Februarwoche noch vom Januargeld leben, weil alles für Brasilien drauf geht :D
Außerdem fällt mir gerade ein, dass ich meiner Gastmutter noch eine liebe E-Mail wegen meiner Geburtstagsfeier schreiben muss. Die möchte ich gern dort feiern, komme aber erst einen Tag vorher in meiner Stadt an ergo muss jemand anderes die Orga übernehmen. Und eine Liste sollte ich machen, wen ich alles UNBEDINGT wiedersehen möchte, damit auch niemand vergessen wird.
Ich bin gespannt, was davon alles schief geht. Eigentlich sind das ja ganz stabile Punkte.
So, genug gefaselt. Jetzt habt ihr wieder ein Update. Ich frage mich, wie oft ich in Brasilien wohl berichten werden kann. Das Meiste wird ja auf der Strecke bleiben, wenn ich es erst hinterher aufarbeite. Aber das ist im Moment gar nicht so wichtig. Ich konzentriere mich auf meine To-Dos und dann wird alles klappen :)
Habt noch einen schönen Tag,
eure Nici
Puh, noch knapp 30 Tage, dann hebe ich ab. Und obwohl es nur noch 5 Wochen sind, habe ich immer noch Schwierigkeiten, zu realisieren, was passiert.
Ich erläutere euch kurz, wie ich mich fühle.
Ich habe so UNHEIMLICH oft von Brasilien geträumt, also dass ich wieder dort bin, dass ich irgendwie Angst habe, plötzlich aufzuwachen. Es ist einfach zu schön gerade. Das Jahr hat großartig geendet, allgemein war 2012 wirklich gut. 2013 hat wunderbar angefangen und die Aussichten auf dieses Jahr sind überragend. Und dann gleich so'n Knaller zum Beginn des Jahres!? Womit habe ich das denn verdient? :D Ach ja: harte Arbeit und ganz viel Sehnsucht!
So, jetzt zu den ernsten Themen! Je näher das Abreisedatum rückt, umso mehr gibt es zu tun. Vor allem wird es jetzt immer dringender.
Auf der To-Do-Liste stehen zur Zeit folgende Dinge:
- Koffer? (Ich überlege, mir einen Backpack-Rucksack zu zulegen, das ist einfach praktischer als so ein großer Koffer)
- Kamerazubehör kaufen (Die Kamera habe ich gestern gekauft, jetzt fehlen noch Speicherkarte, Schutzhülle und Co)
- Sommersachen durchgucken (was passt noch, was - Dank Feiertage - nicht mehr?)
- Untermieter finden (Anzeige ist seit heute online. Jemand Interesse?)
- Februar planen (wo verbringe ich wie die letzten 7 Tage vor der Abreise - wen muss ich nochmal sehen, was muss ich noch besorgen)
- Fahrt nach Berlin organisieren (die Hinfahrt organisiere ich selbst, die Rückfahrt übernehmen meine lieben Eltern)
- Geld, Postbank (Auslandskonto, vorhandenes Geld draufpacken, einen kleinen Startbetrag tauschen)
- Friseur (ich traue mich tatsächlich mit blauen Haaren nach Brasilien! Doch davor muss nochmal alles ordentlich gerichtet werden)
- Gastgeschenke kaufen (vor allem Süßigkeiten von KinderSchokolade dürfen nicht fehlen)
- alle nötigen Dokumente auftreiben (Pass usw.)
Der Januar wird die Hölle! Ich habe neben der Arbeit und ein paar Terminen noch Prüfungen zu schreiben und muss eine Menge Zeug einkaufen, eventuell noch ein paar Sommerklamotten.
Ende Januar kann ich dann auch erst ein Resümee ziehen, wie viel Geld mir nun tatsächlich zur Verfügung steht. Ich gehe den Januar nochmal ordentlich schuften, damit es nicht zu knapp ausfällt. Auch wenn Brasilien mit 1 : 2,7 einen günstigen Kurs hat (der steigt und fällt aber auch täglich!), sind 4 Wochen schon kostenaufwändig. Deshalb vermiete ich auch mein Zimmer und muss die erste Februarwoche noch vom Januargeld leben, weil alles für Brasilien drauf geht :D
Außerdem fällt mir gerade ein, dass ich meiner Gastmutter noch eine liebe E-Mail wegen meiner Geburtstagsfeier schreiben muss. Die möchte ich gern dort feiern, komme aber erst einen Tag vorher in meiner Stadt an ergo muss jemand anderes die Orga übernehmen. Und eine Liste sollte ich machen, wen ich alles UNBEDINGT wiedersehen möchte, damit auch niemand vergessen wird.
Ich bin gespannt, was davon alles schief geht. Eigentlich sind das ja ganz stabile Punkte.
So, genug gefaselt. Jetzt habt ihr wieder ein Update. Ich frage mich, wie oft ich in Brasilien wohl berichten werden kann. Das Meiste wird ja auf der Strecke bleiben, wenn ich es erst hinterher aufarbeite. Aber das ist im Moment gar nicht so wichtig. Ich konzentriere mich auf meine To-Dos und dann wird alles klappen :)
Habt noch einen schönen Tag,
eure Nici
Mittwoch, 7. November 2012
Die Planung geht voran!
Hallo meine lieben Leserinnen und Leser!
Ich habe fantaaastische Neuigkeiten - ich habe endlich mit der konkreten Planung meiner Reise angefangen. Mir ist dabei etwas übel geworden, weil es teilweise sehr kostspielig wird. Brasilien ist an sich eigentlich günstig, aber es läppert sich natürlich alles. Vier Wochen sind ja auch recht lang.
Also, folgendes: Ich habe heute mit meiner wundervollen Gastschwester Leticia die erste grobe Planung vollzogen. Wir haben überlegt, welchen Traum ich mir erfüllen möchte ( und finanziell auch kann) und dabei haben wir uns auf Rio festgelegt. Ich wäre SO gern zu den Wasserfällen geflogen. Aber ja, ich muss hinfliegen und da geht's ja schon los. So ein Flug ist preislich vergleichbar mit den Inlandsflügen in Deutschland, denke ich. Aber die Besichtigung der Wasserfälle ist auch nicht billig und so richtig was erleben kann man da nicht. Ich nehme es mir einfach für die nächste Reise vor ;)
Beginnen wir mal am Anfang: Ich werde zuerst am 8. Februar um 7.50 Uhr in Sao Paulo landen und dort den wundervollen Karneval miterleben. Das wird wahnsinnig toll! Leti wohnt in SP, also muss ich mir keine Sorgen um eine Unterkunft machen.
In der zweiten Woche werde ich dann ENDLICH in mein geliebtes Sao Carlos zurückkehren, per Bus. Ich freu mich total auf diesen Tag und bekomme allein beim Gedanken daran ganz feuchte Augen :') Der Gedanke allein erhellt meinen Tag und erhellt mich von innen, egal wie schlecht es mir geht. Dieser Tag hat nun ein Datum und das hilft mir, so langsam zu realisieren, was hier eigentlich passiert und noch passieren wird.
Ich werde dann erstmal in Sao Carlos bleiben, meine Familie und Co wieder treffen, meinen Geburtstag feiern und mich meines Lebens freuen. Dort wohne ich wieder bei meiner tollen Gastfamilie und muss mir nicht ganz so viele Sorgen um meine Finanzen machen. Ich werde aber sicherlich (viel?) einkaufen und mit meinen Freunden weggehen. Ich freue mich auf jeden einzelnen Abend und ich werde keinen Moment ungenutzt vorbeistreichen lassen. Ich habe 1000 Ideen und kenne auch fast so viele Leute ;D
Leti möchte übrigens mit mir, als Entschädigung für die großen Wasserfälle, zu ein paar kleineren Wasserfällen in der Nähe von Sao Carlos fahren. Ich bin gespannt, denn die habe ich auch noch nicht gesehen.
Dann also Rio. Wahrscheinlich werden es vier Tage, von denen mich Lets nur zwei begleitet, weil sie evtl. arbeiten muss. Egal, man findet immer tolle Leute und allein werde ich wohl nicht lange reisen. Rio ist ein beliebtes Ziel, die Hostels immer voll. Leti meint, man findet immer eine Gruppe, der man sich anschließen kann und auf den Mund gefallen bin ich ja auch nicht (nur ab und zu schüchtern). Rio Rio Rio.. mein Gott, wie großartig!
Ich werde die kommende Woche alle möglichen Sehenswürdigkeiten durchforsten und mit Leti einen tollen Rio-Plan zaubern, damit es nicht langweilig wird. Natürlich muss alles dabei sein: lecker essen, ein bisschen Kultur, etwas Klischeetourismus, schön feiern und viel entspannen. Und Postkarten schreiben? ;)
Genau: Das ist immer noch aktuell. Diese Reise ist nicht billig, aber ich gehe arbeiten. Leider darf ich als Student nicht mehr als 400 Euro im Monat verdienen. Ich plane eher so ins Blaue, weil ich nicht immer arbeiten darf, wenn ich auch kann. So ist das mit Studentenjobs.
Ich möchte nicht betteln, aber falls mich jemand unterstützen möchte und auch kann, bin ich überaus dankbar. Jeder Spender wird mit einer superschönen Postkarte aus dem Ort seiner Wahl belohnt, das ist versprochen! Bei größeren Spenden bringe ich natürlich gern ein Souvenir mit.
Aber stellt euch mal vor: Wenn von 50 Leuten jeder einen einzigen Euro spendet, sind das schon 50 Euro, das sind schon 130 Reais und das ist schon eine Busfahrt von Sao Carlos nach Rio. Oder eine Busfahrt von Sao Paulo nach Sao Carlos und zurück! Damit wäre praktisch schon ein großes Stück geholfen. Wenn ihr mir ein wenig helfen möchtet, schreibt mir bei facebook oder schickt mir eine E-Mail. Jeder noch so kleine Betrag ist hilfreich und wird belohnt. Was auch gern gesehen ist: Kommentare ;D Schreibt mir ruhig eure Meinung oder Fragen der ähnliches unten rein. Das würde mich auf jeden Fall glücklich machen.
Ok das war's erstmal für heute. Reicht ja auch! Die Planung macht die Reise zum Greifen nah und das tut einfach wahnsinnig gut.
Ich werde mich jetzt, nach meinem langen Tag, in die Federn hau'n und richtig gut schlafen.
Bis bald, ihr hört von mir!
Eure Nici
Ich habe fantaaastische Neuigkeiten - ich habe endlich mit der konkreten Planung meiner Reise angefangen. Mir ist dabei etwas übel geworden, weil es teilweise sehr kostspielig wird. Brasilien ist an sich eigentlich günstig, aber es läppert sich natürlich alles. Vier Wochen sind ja auch recht lang.
Also, folgendes: Ich habe heute mit meiner wundervollen Gastschwester Leticia die erste grobe Planung vollzogen. Wir haben überlegt, welchen Traum ich mir erfüllen möchte ( und finanziell auch kann) und dabei haben wir uns auf Rio festgelegt. Ich wäre SO gern zu den Wasserfällen geflogen. Aber ja, ich muss hinfliegen und da geht's ja schon los. So ein Flug ist preislich vergleichbar mit den Inlandsflügen in Deutschland, denke ich. Aber die Besichtigung der Wasserfälle ist auch nicht billig und so richtig was erleben kann man da nicht. Ich nehme es mir einfach für die nächste Reise vor ;)
Beginnen wir mal am Anfang: Ich werde zuerst am 8. Februar um 7.50 Uhr in Sao Paulo landen und dort den wundervollen Karneval miterleben. Das wird wahnsinnig toll! Leti wohnt in SP, also muss ich mir keine Sorgen um eine Unterkunft machen.
In der zweiten Woche werde ich dann ENDLICH in mein geliebtes Sao Carlos zurückkehren, per Bus. Ich freu mich total auf diesen Tag und bekomme allein beim Gedanken daran ganz feuchte Augen :') Der Gedanke allein erhellt meinen Tag und erhellt mich von innen, egal wie schlecht es mir geht. Dieser Tag hat nun ein Datum und das hilft mir, so langsam zu realisieren, was hier eigentlich passiert und noch passieren wird.
Ich werde dann erstmal in Sao Carlos bleiben, meine Familie und Co wieder treffen, meinen Geburtstag feiern und mich meines Lebens freuen. Dort wohne ich wieder bei meiner tollen Gastfamilie und muss mir nicht ganz so viele Sorgen um meine Finanzen machen. Ich werde aber sicherlich (viel?) einkaufen und mit meinen Freunden weggehen. Ich freue mich auf jeden einzelnen Abend und ich werde keinen Moment ungenutzt vorbeistreichen lassen. Ich habe 1000 Ideen und kenne auch fast so viele Leute ;D
Leti möchte übrigens mit mir, als Entschädigung für die großen Wasserfälle, zu ein paar kleineren Wasserfällen in der Nähe von Sao Carlos fahren. Ich bin gespannt, denn die habe ich auch noch nicht gesehen.
Dann also Rio. Wahrscheinlich werden es vier Tage, von denen mich Lets nur zwei begleitet, weil sie evtl. arbeiten muss. Egal, man findet immer tolle Leute und allein werde ich wohl nicht lange reisen. Rio ist ein beliebtes Ziel, die Hostels immer voll. Leti meint, man findet immer eine Gruppe, der man sich anschließen kann und auf den Mund gefallen bin ich ja auch nicht (nur ab und zu schüchtern). Rio Rio Rio.. mein Gott, wie großartig!
Ich werde die kommende Woche alle möglichen Sehenswürdigkeiten durchforsten und mit Leti einen tollen Rio-Plan zaubern, damit es nicht langweilig wird. Natürlich muss alles dabei sein: lecker essen, ein bisschen Kultur, etwas Klischeetourismus, schön feiern und viel entspannen. Und Postkarten schreiben? ;)
Genau: Das ist immer noch aktuell. Diese Reise ist nicht billig, aber ich gehe arbeiten. Leider darf ich als Student nicht mehr als 400 Euro im Monat verdienen. Ich plane eher so ins Blaue, weil ich nicht immer arbeiten darf, wenn ich auch kann. So ist das mit Studentenjobs.
Ich möchte nicht betteln, aber falls mich jemand unterstützen möchte und auch kann, bin ich überaus dankbar. Jeder Spender wird mit einer superschönen Postkarte aus dem Ort seiner Wahl belohnt, das ist versprochen! Bei größeren Spenden bringe ich natürlich gern ein Souvenir mit.
Aber stellt euch mal vor: Wenn von 50 Leuten jeder einen einzigen Euro spendet, sind das schon 50 Euro, das sind schon 130 Reais und das ist schon eine Busfahrt von Sao Carlos nach Rio. Oder eine Busfahrt von Sao Paulo nach Sao Carlos und zurück! Damit wäre praktisch schon ein großes Stück geholfen. Wenn ihr mir ein wenig helfen möchtet, schreibt mir bei facebook oder schickt mir eine E-Mail. Jeder noch so kleine Betrag ist hilfreich und wird belohnt. Was auch gern gesehen ist: Kommentare ;D Schreibt mir ruhig eure Meinung oder Fragen der ähnliches unten rein. Das würde mich auf jeden Fall glücklich machen.
Ok das war's erstmal für heute. Reicht ja auch! Die Planung macht die Reise zum Greifen nah und das tut einfach wahnsinnig gut.
Ich werde mich jetzt, nach meinem langen Tag, in die Federn hau'n und richtig gut schlafen.
Bis bald, ihr hört von mir!
Eure Nici
Sonntag, 28. Oktober 2012
Gute Neuigkeiten!
Meine Lieben,
zur Feier des Tages - der Wiederbelebung meines Blogs- möchte ich natürlich auch einen neuen Post veröffentlichen.
Ich werde mir in naher Zukunft eventuell auch mal Part 2 der Reise vornehmen, einfach für die Vollständigkeit dieses Blog. 3 Jahre hat er geruht, 3 Jahre hat sich nichts getan, aber nun gibt es ein neues Ziel im Blickfeld: meine Rückkehr zu dem Ort meiner Träume!
Oh ja, nach monatelangen, intensiven Träumen (die irgendwie immer so real erschienen) möchte ich endlich nicht mehr aufwachen und feststellen, dass ich immernoch in Deutschland bin. Ich möchte einen ganzen Monat lang jeden Tag aufwachen und feststellen, dass ich nicht geträumt habe. Und dieser Monat wird der Februar 2013 sein.
Der Flug ist gebucht, die Tickets im Postfach. Die Planung ist am laufen und meine Ziele sind groß!
Ich fasse kurz zusammen, was ich gerne alles sehen und besuchen möchte, wenn ich wieder in Brasilien bin. Ich verlink euch gleich mal zu schönen Bildern, damit ihr euch eine Vorstellung machen könnt:
Ich freue mich so UNGLAUBLICH auf diese Reise! Ich freue mich auf die vielen schönen Momente, die ich in meinen Träumen immer wieder erlebt habe und die jetzt endlich wahr werden können. Ich freue mich auf die Menschen, die ich wieder in die Arme nehmen kann und das VERDAMMT leckere Essen, das ich mir eeeeeeendlich wieder in den Schlund hauen kann ;D
Abflug ist am 7. Februar in Berlin und am 8. März lande ich dort auch wieder.
Das war's soweit von mir, neuere Neuigkeiten werden berichtet!
Eure Nici
zur Feier des Tages - der Wiederbelebung meines Blogs- möchte ich natürlich auch einen neuen Post veröffentlichen.
Ich werde mir in naher Zukunft eventuell auch mal Part 2 der Reise vornehmen, einfach für die Vollständigkeit dieses Blog. 3 Jahre hat er geruht, 3 Jahre hat sich nichts getan, aber nun gibt es ein neues Ziel im Blickfeld: meine Rückkehr zu dem Ort meiner Träume!
Oh ja, nach monatelangen, intensiven Träumen (die irgendwie immer so real erschienen) möchte ich endlich nicht mehr aufwachen und feststellen, dass ich immernoch in Deutschland bin. Ich möchte einen ganzen Monat lang jeden Tag aufwachen und feststellen, dass ich nicht geträumt habe. Und dieser Monat wird der Februar 2013 sein.
Der Flug ist gebucht, die Tickets im Postfach. Die Planung ist am laufen und meine Ziele sind groß!
Ich fasse kurz zusammen, was ich gerne alles sehen und besuchen möchte, wenn ich wieder in Brasilien bin. Ich verlink euch gleich mal zu schönen Bildern, damit ihr euch eine Vorstellung machen könnt:
- Sao Paulo, da Leticia nun dort wohnt.
- Sao Carlos natürlich, um meine Freunde und geliebte Familie wieder zu sehen.
- Rio de Janeiro - es ist Carnavalzeit, da muss ich da einfach hin!
- Die Iguaçu-Wasserfälle an der Grenze zu Argentinien.
Ich freue mich so UNGLAUBLICH auf diese Reise! Ich freue mich auf die vielen schönen Momente, die ich in meinen Träumen immer wieder erlebt habe und die jetzt endlich wahr werden können. Ich freue mich auf die Menschen, die ich wieder in die Arme nehmen kann und das VERDAMMT leckere Essen, das ich mir eeeeeeendlich wieder in den Schlund hauen kann ;D
Abflug ist am 7. Februar in Berlin und am 8. März lande ich dort auch wieder.
Das war's soweit von mir, neuere Neuigkeiten werden berichtet!
Eure Nici
Freitag, 9. Oktober 2009
Grandes Emoções!! Große Emotionen!!
Also das hat ja jetzt echt ewig gedauert!! :)
Ich muss mich entschuldigen, ich hatte erstmal das Problem, mich wieder einzuleben, also wieder schön deutsch zu leben. Außerdem bin ich ja in der Schule wieder voll durchgestartet.
Tja, da nun nicht mehr viele brasilianische Sachen in meinem Leben passieren, muss ich euch noch ein paar Geschichten erzählen, die ich dort noch so erlebt habe.
Etwas ganz besonderes ist mir am Freitag den 1. Mai passiert.
Seht selbst!! (ACHTUNG EMOTIONAL! und ja, ein bisschen peinlich :P)
Ja meine Eltern haben mich also einfach so mal eben besucht, ohne dass ich irgendeine Ahnung hatte. Und sie sind einfach so 2 Wochen geblieben, ich konnte sie nicht überreden doch schon eher nach hause zu fahren. Spaß beiseite.
Die erste Woche haben sie meine Stadt, Familie, Freunde und Schule gesehen und kennen (und lieben!) gelernt. Es war sehr sehr anstrengend! Aber ab und zu auch schön mit meinem "harten Leben" zu prahlen (Papas sich immer wiederholender Kommentar: "Und das hast du immer GANZ ALLEINE gemacht? =O")
Hier ein paar Eindrücke (klicken und gucken) :
| Das erste Zusammentreffen: mein Gastvater Ernesto und Papa |
| Erster gemeinsamer Spaziergang am Morgen nach der großen Überraschung |
| Und unser erstes gemeinsames Mittagessen nach fast einem Jahr. |
Ja und abends, gleich am ersten Tag, ging es dann zu einem ganz großem Event: dem 15. Geburtstag meine Cousine, das Fest der Feste eines jungen Mädchens. Vergleichbar mit einer Hochzeit ohne Bräutigam. So ein unvergleichbares Fest gibt es in Deutschland nicht. Vielleicht könnte es man mit der Jugendweihe vergleichen, da das Mädchen mit dem 15. Geburtstag ihre Kindheit abschließt und jetzt praktisch in die erwachsene Gesellschaft aufgenommen wird. Danach ändert sich zwar nicht wirklich etwas, aber die meisten Kinder ziehen mit 16 schon aus und beginnen ihr eigenes Leben.
Auch von diesem Fest gibt es natürlich ein paar wunderschöne Fotos:
Auch von diesem Fest gibt es natürlich ein paar wunderschöne Fotos:
Der
Eingangsbereich (meine Cousine in weiß), der Naschbereich (die Torte ist unecht! ) mit den besten und süßesten
Verführungen und eine "Kuschelecke" im Eingangsbereich.
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Endlich sind wir alle vereint, auf diesem Foto sogar für immer: We are family!! |
Es war eine so schöne Feier! Das Geburtstagskind trägt ein weißes Kleid. Wenn alle Gäste da sind, gibt es eine Tanzrunde. 15 Tanzpaare, Freunde des Mädchens, schreiten ein und die Kerze, die jedes Paar in der Hand hält, wird angezündet und alle stellen sich dann in einem Kreis auf. Dann betritt das Mädchen die Runde und tanzt mit den Männern ihres Lebens: erst mit der Vater, dann mit Bruder und dem Opa, und pustet eine nach der anderen Kerze aus.
Es gab kein richtiges Abendbrot, sondern nur kleine Häppchen, die aber sehr lecker waren. Und natürlich eine Menge zu naschen!! Der Tisch mit der unechten Torte ist gefüllt von kleinen,süßen Überraschungen, Pralinen und typisch-brasilianischen Süßigkeiten.
Sogar eine Bar wurde aufgestellt, hinter der ein Barkeeper Getränke mit verschiedenen Früchten mixte. Man konnte sich seine Zutaten selbst aussuchen.
Es war reges Treiben, die ganze Familie und viele Freunde und Bekannte waren da. Schließlich auch ein DJ und es wurde ordentlich getanzt. Beim Tanzen werden nach und nach verrückte Hüte, Brillen, Haarreifen, Ketten, Knicklichter und so weiter verteilt:
Wenn ihr auf die Fotos klickt, könnt ihr sie vergrößert ansehen und noch einige schöne Details entdecken!
So, das waren wirklich nur ein paar Fotos,es gibt noch viele viele mehr!
So, das waren wirklich nur ein paar Fotos,es gibt noch viele viele mehr!
Am folgenden Tag, Sonntag, waren wir bei meinen Großeltern Mittag essen. Meine Oma hat uns ihren Garten gezeigt, in dem Orangenbäume, Palmen und andere Pflanzen zu finden sind.
Abends waren wir im Iguatemi, ein riesiges Einkaufszentrum, wo ich auch immer regelmäßig ins Kino gegangen bin. Der liebe Ernesto hat sich in der Zeit einen netten und leckeren Männerabend mit 2 Freunden und meinem Papa gemacht:
Montag waren meine Eltern mich in der Schule besuchen, leider sind die Fotos nichts geworden :( Sehr schade. Danach sind wir in die Stadt bummeln gegangen, im Zentrum. Wenn ich die Bilder so sehe wird mir immer noch ganz schummrig und ich werde richtig wehmütig. Ihr könnt euch kaum vorstellen, wie sehr ich meine brasilianische Heimatstadt vermisse.
Dienstag sind wir Abend ein bisschen in der Stadt rumgelaufen (uns mit Schmuck, Schuhen undPostkarten eindecken). Abend haben wir in meinem Lieblingseckchen gegessen: bei Lual.
Außerdem waren wir noch zum Abendessen bei meiner Tante Andrea eingeladen, auf einem traditionellem brasilianischem Fest in meiner Schule und Papa war mit meinem Gastpapa auf dem Fahrrad unterwegs.
Part 2 des Besuches zeige ich euch beim nächsten Mal.
In der 2. Woche waren wir nämlich zu dritt am Strand von Santos und in Sao Paulo.
Also, freut euch schon!
Eure Nici
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